Tuesday, 28 August 2012

Von Regen, Meer mit Wellen, Sonne, Dieben, Essen, Schlafen, Wonne.

Varkala Beach. Beautiful scenery! Wir haben Nic, den Australier in Varkala wieder getroffen und sind zu ihm in eine wunderschoene Villa gezogen. Eigene Kueche, einzige Gaeste. So schoen in fact, dass wir uns etwas zu sicher und wohl gefuehlt haben und nach dem Kochen die Kuechentuer nicht abgeschlossen hatten, als wir beim Essen auf der Veranda sassen...

Als ich so nach 10 Minuten Geraeusche hoerte, bin ich ins Haus, um, wie ich dachte, die Hunde aus der Kueche zu jagen, als ein Mann mit unseren Sachen im Arm vor mir stand.

Erkannt hab ich ihn nicht, geschrien hab ich laut.

Lenni und Nic sind dann auch aufgesprungen, aber er war weg. Die ganze Nachbarschaft war da, die Polizei, unser Hausbesitzer. Alle haben sich gekuemmert.

Geklaut hat er einiges, aber das meiste konnten wir am naechsten Morgen entlang seiner Fluchtroute wiederfinden (Schmuck etc.), nur unsere Kamera nicht.

Mit allen Fotos... Na ja. Da er auch Lennis grosses Opinel in der Hand hatte, haette er mich wohl auch abstechen koennen, also ist die Kamera ein geringer Verlust! Trotzdem Schade.

Nachdem wir unsere Sorgen dann weggetrunken und getanzt hatten ging es uns allen besser.

Und nochmal: Uns ist nix passiert, allen geht's gut, keiner muss sich Sorgen machen, alles wichtige, wie Paesse und Creditkarten haben wir noch!

Wir hatten wirklich ein paar wunderschoen sonnige Tage mit Strand, Schwimmen und Seele baumeln lassen und abends kochen im Mango House (unserer Villa).

Mittlerweile waren wir zu fuenft, da Paloma und Olaf (2 Spanier, die wir schon in Kochi getroffen haben) ihren Flug verpasst haben (wie untypisch!! :D) und zu uns gezogen sind.

Vor ein paar Tagen bin ich dann ziemlich krank geworden und lag mit Fieber 2 Tage komplett flach und habe mich dann so langsam nicht mehr sicher gefuehlt dort. Also sind wir am 26.8. aufgebrochen, um nach Goa zu fahren.

An dieser Stelle: Alles Gute zum Geburtstag Maria (heute schon nachtraeglich), ich bin am 27.8.2012 in Goa eingetroffen und hab ganz schoen an Dich gedacht!

Hier ist zwar der Monsoon in vollem Gange, aber die Menschen sind gut gelaunt und entspannt.

In diesem Sinne: Fuehlt Euch wohl und seid entspannt!

Herzlich!

FUNDL

Tuesday, 14 August 2012

Of (None existant) Bins, B-boys, and Beaches


Train journeys have become quite the routine now, having traversed most of the country this way. Still we arrived in Bangalore a little tired and early in the morning. Not having planned anything we wondered around the city with backpacks for a couple of hours being quoted horrendously high hotel prices everywhere. "Cheap price" seemed to mean around 1500 Rupees... Finally we found ourselves a nice place for a good price using that interweb thing everybody talks about, how strange.

Bangalore is an interesting city, very modern in many aspects - women in jeans and tops, couples holding hands openly and a centre for IT and the Indian space program. Yet it is by far the most polluted place we have been so far. Piles and piles of rubbish and excrement line every street, contrasting the extremely modern shopping malls with security checks and near western prices.

Being exhausted from our search our activity for the day was very simple: Fill yourself with the brink of bursting with good old fashioned American food - excuse our craving for burgers and chicken wings after weeks of curries. Fam could only just stop me from ordering all you can eat chicken wings and all you can drink Tuborg for 699... We were there for lunch and it would have ended tragically both for me and the restaurant! Good thing we didn't spend all our day there, as while buying some soap we met bboy Neguin and one of his crew in body shop (look at us!). Look him up if you don't know him, not only is he a great break dancer but a sound guy who invited us to his show that evening which unfortunately we weren't able to attend due to some finance and internet timing mishaps... Nonetheless good fun for a day.

The second day in Bangalore was one for wandering about, mainly through the big botanical gardens currently holding flower shows in preparation of Indian Independence Day. Lots of beautiful flowers and people! Wandering through the streets for a few more hours we continued our day with the city luxuries of strolling through a mall and going to the cinema, only to continue our journey southwards that same evening.


12 hours later we arrived in Ernakulam or Kochi and only realised that we were finally going to see the ocean two hours before arriving... We found a lovely guest house with a shared kitchen and have been very lucky with the weather so far. It's mostly been raining during the nights and the days were mostly sunny - we have shining red backs to prove it. We have enjoyed cooking our own fresh seafood the last two evenings - first a biriyani and yesterday the obligatory seafood pasta!












 

We have also managed to take a tour through the Kerala backwaters, which are gorgeous to say the least. Yet as is to be expected of us we stayed up late the night before and had a couple of beers with the Spanish couple we met and were at times hard pressed to not fall asleep. Beautiful scenery can have that effect if accompanied with slow rocking movements and comforting music or near silence. Still we saw lots of wondrous plants and birds, including a couple of Kingfishers basking in the sun. 

It seems like we'll be on our way a bit further south tomorrow as Nick, one of our friends from up North, is in Kerala as well. So we'll probably meet him on one of the lovely beaches this Indian "planet" has to offer!



Happy Independence day!
FUNDL

Thursday, 9 August 2012

Hampi in der Pampi

Nach dieser ueberaus wunderbaren und ausgelassenen Zeit in Hyderabad haben wir jetzt 4 schoene und ruhige Tage in Hampi hinter uns. 

Zugegebenermassen haben wir nicht allzuviel unternommen...
Koerper und Seele baumelten in der Haengematte vor unserem Bungalow rum und die Nasen steckten tief in den Buechern. Genial!
Gestern waren unsere Fuesse dann noch ein paar Stuendchen mit Pedaltreten beschaeftigt und unsere Haende mit dem Zubereiten eines frischen TomatenChillyIngwerScharlotten
KnoblauchZitronensalats, dessen Zutaten wir von einem vorbeifahrenden Haendler erstanden hatten.






Die Landschaft und die Tiere hier sind wirklich toll.
Wieder etwas ganz anderes. 
Tropisch, aber irgendwie doch dem wilden Westen entsprungen. Lustige Mischung!
Wir haben von riesigen Kakerlaken, Stechmuecken, Fliegen, Bremsen ueber kleine Affen, mittlere Affen und grosse Affen zu Spechten, Eisvoegeln und anderem Federvieh auch Kroeten und Froesche, Bueffel, Kuehe und Ziegen, kleine Lizzards, grosse Lizzards, Hunde, Katzen, Ratten, Mauese und einiges, was wahrscheinlich noch nichtmal beschrieben wurde alles moegliche gesehen, gehoert, manchmal auch gespuert. Es war uns also nie langweilig.
Das Wetter war monsunmaessig gut und Sonne, Wind und die grosse natuerliche Aussendusche haben sich brav abgewechselt.
Heute abend geht es weiter nach Bengaluru, wo wir so ein bis zwei Naechte bleiben, weil die Zugverbindung sonst so doof ist. 
Danach dann Kerala!
Euch allen ein herzliches Namste und lasst es Euch mal richtig gut gehen!
FUNDL

Hyderabad!




 



















THANK YOU GUYS, IT'S BEEN A BLAST!

Thursday, 2 August 2012

Delhi, Agra -> aggro, Hyderabad!


Und dabei fing doch alles so schoen an...

Auch der zweite Tag in Vashisht wurde grandios lustig. Lenni und Costas eroeffneten quasi einen Jonglierworkshop in unserem Garten und bald schon sass die ganze Guesthaosegemeinschaft im Vorgarten und hat entweder mitgemacht oder mitgelacht. 
Guesthouse in Vashisht
Dazu gehoerten zwei Finnen Mika und Miko, die ehrlich gesagt direkt aus Lindgren's Feder stammen koennten (Borka-Raeuber um genau zu sein), zwei deutsche Maedels Sarah und Amelie, mit denen wir auch noch nach Agra sind und die wir sicher nicht das letzte Mal gesehen haben, Yoshi und Costas, ein Franzose Ludo und der ein oder andere Hund, der sich gefreut hat, wenn ihn mal einer streichelt. Von der Zusammenstellung her war das bisher meine liebste guesthouse- Erfahrung (nur unser Badwarso fies, dass selbst der Lenni da nicht rein wollte! Gruselig!)!

Am naechsten Tag haben wir dann unsere Sachen gepackt und noch ein Bisschen den Garten genossen. 
Als wir dann bei unserem travelagent anriefen, um die genaue Busnummer zu bekommen, sagte er uns, dass der Bus aus Delhi nicht gekommen sei und er uns deshalb ein kostenloses Upgrade geben werde. Wir waren ziemlich gespannt, denn wir hatten auch noch die billigste aller Varianten gewaehlt. 
Was wir dann bekommen haben, habe ich so noch nie gesehen. Semi-sleeper nennt sich das, und zwar der Luxusklasse! Die Beine konnte man hoch legen und in jedem Kopfteil gab es einen Fernseher mit touchscreen und die Sitze waren breit und bequem, die Lehne liess sich fast wagerecht stellen, aber es war immernoch genug Platz fuer den Hintermann. Ich hatte eine richtig gute Nacht und bin selten so komfortabel gereist. Und das bei 16 Stunden Fahrt:).

In Delhi angekommen sind wir zurueck in "unser" Hotel und haben ein Zimmer mit Granitbad bekommen, das super sauber und angenehm war. Das war wirklich schoen! Alles in allem war unsere Zeit in der Stadt auch viel schoener als beim ersten Mal. Statt 45Grad waren's nur noch angenehme 35 und wir kannten uns auch einfach schon ein Bisschen aus. Sowohl in Delhi, als auch mit Indien. Riesen Unterscheid. Dann haben wir den ersten Tag viel organisiert. Zugtickets gekauft -> easy! Kinokarten gekauft -> easy! Pakete verschickt -> easy! Ob sia ankommen werden wir dann sehen :P, nochmal Zugtickets gekauft -> wieder easy!

Kino war wirklich ein Highlight! The Dark Knight Rises! Hammer! Zitat Lenni (nach dem Film): "Boah Fam, wir sind ja in Delhi! Hab ich ganz vergessen!"

Sonntags sind wir dann zum Gewuerzmarkt, der sonntags geschlossen hat :D. War trotzdem schoen und wir haben auch ein bisschen was gekauft bei den Geschaeften drum herum. 
 
Montag Morgen ging's dann los zum Zug. 10.20h nach Agra. 3 Stunden Verspaetung. Mist. Na ja egal, warten wir halt. Is man ja als DB-Fahrer irgendwie gewohnt... Nach ca. einer Stunde kam dann eine recht moderne Inderin auf uns zu, die uns von dem riesen Stromausfall berichtete und fragte, was wir an Informationen erhalten hatten und wie lange wir schon warten mussten. Stellte sich heraus, dass Sie vom indischen Fernsehn war und bevor wir ihre Frage, ob sie uns interviewen duerfe, mit NEIN! beantworten konnten, hatten wir schon Kamera und Mikro vor uns und haben was losgestammelt :). Beruehmt sind wir jetzt also auch!
Am Bahnhof sind dann noch Amelie und Sarah in uns reingerauscht, deren Zug eigentlich spaeter als unserer gewesen waere, aber puenktlich fuhr. Die zwei haben dann in Agra schonmal ne Herberge fuer uns gesucht und mit 4 Stunden Verpaetung sind wir dann auch endlich losgekommen.

In Agra fing's gleich gut an. Die Rikschafahrer, sonst sind es so 2-3, hier gefuehlte 40, belagerten uns. Einen ham wir dann genommen und der war auch ganz ok.
Der Abend mit den Maedels war super! Bier auf der Dachterasse mit Blick auf den Taj. Hat was. Viel Gelaechter gab's auch wieder. Haetten wir uns bloss nicht dazu entschlossen, den Sonnenaufgang im Taj Mahal zu sehen! 5 h aufstehn. Scheisse. Haetten wir lieber noch 3 Bier mehr getrunken! Der Rikschafahrer hatte uns naemlich ne Tour angeboten, die vom Preis echt in Ordnung war und wir Doesbaddels haben die auch gemacht:
5.40h Sonnenaufgang am Taj Mahal -> nicht gesehen, weil Regen und zu spät. Sonst war er ganz huebsch, der Taj!
7.00h Fruehstueck -> ein Lichtblick!
10.00h Auschecken und Rucksaecke in ne kleine Kammer stellen.
10.30h auf Rikscha warten, Fahrer war schon da.
11.00h endlich los, mit Onkel und Bruder vom    Fahrer. Hm?
11.30h Agra Fort -> "Was?!?! Nochmal 250 Rs.? Ist das dritte Fort in Indien also NOE!"
11.35h-11.50h Warten auf Fahrer, der verschwunden war... Bruder vom Fahrer auch.
12.00h Baby Taj Mahal. Das war wirklich schoen!
12.20h-13.30h Platter Reifen auf der anderen Seite vom Fluss mit Rueckwaertigem Blick auf den Taj Mahal. Warten auf reparierenden Fahrer und reifenholenden Bruder. Besprechung des Mittagessenplans. Die Maedels mussten um 15.30h ihren Zug bekommen. Entschluss: Der Fahrer bringt uns wohin, wo er's auch lecker findet -> is klar!
13.45h nach Ablehnung saemtlicher Versuche, uns irgendwas zu verkaufen, oder uns in irgendwelche Geschaefte zu bugsieren, Ankunft im wohlgemerkt schoenem, aber hoechstens durchschnittlich gutem Restaurant, wo NUR Rikschafahrer mit Touris aufkreuzten -> is klar!
14.25h Rechnung!
14.35h wieder im Guesthouse. Die Maedels sind dann schnell los, mit der gleichen Rikscha und der gute Fahrer sah schon seine Kohle floeten gehen, weil wir nicht mehr mit sind, aber nach eineigen Erklaerungen ging's dann.
14.45h bis 19.00h Warten auf den Zug, der kam fuer uns naemlich erst um 20.00h.
Mein Rucksack war dann auch noch von Maeusen angeknabbert und unsere Laune war unterirdisch.
Der Zug hatte dann zum Glueck nur eine Stunde Verspätung und wir hatten 2 Betten, in denen wir wunderbar schlafen konnten, das hat uns dann wieder einigermassen versoehnt und wiederhergestellt.
Die Reise ging nach Hyderabad, knappe 24h Zugfahrt von Agra entfernt. Amelie hatte am Abend zuvor noch festgestellt: "Da wohnt ne gute Freundin von mir, die freut sich immer ueber Besuch. Ich ruf die mal an und dann koennt ihr da unter kommen!"
So war's dann auch.
Ein riesen Dankeschoen hier nochmal an Sarah und Amelie, wir hatten sau viel Spass mit Euch und ich freu mich drauf, Euch in Deutschland, oder woanders wieder zu sehen!

Nach einer wirklich tollen Zugfahrt, auf der mir Schuhe geschenkt wurden und wir uns fast schon heimisch in unserem Abteil fuehlten sind wir jetzt bei Susi in Hyderabad.
Sie arbeitet hier seit August 2011 an einem Sustainability-Projekt von Deustschland und Hyderabad, wo sie mit 5 Schulen eine Competition haben, wer am meisten CO2 sparen kann. Hoert sich ziemlich toll an.
Toll ist auch, wie nett sie uns aufgenommen hat und wie wohl wir uns hier fuehlen! Schoenes Haus, INTERNET!, WASCHMASCHINE!, Oberluxus fuer die 5 Wochen gereiste Seele! Danke Susi!

Hyderabad ist, mit Abstand, die modernste Stadt, die wir bisher in Indien gesehen haben. Es gibt von allen grossen Europaeischen Marken Filialen hier. Sogar grosse Supermaerkte, davon hatten wir bisher noch keinen einzigen gesehen.
Kulturell und religioes ist es eine Mischung aus fast allem. Viele Moslems, Hindus, aber auch Christen und natuerlich etliche kleinere Religionen sind vertreten. So gibt es im Stadtbild Frauen mit Saris, welche mit Burkas, ein paar westlich gekleidete und ein paar Touristen.
 
Gestern haben wir eine wunderschoene Tour durch die Stadt gemacht, den bis dato schoensten hinduistischen Tempel besichtigt und einen grandiosen Tag mit einem Einkauf auf dem Markt (Pickles, die besten aller Zeiten, Tomaten, Gurken, Koriander, Minze, Scharlotten, Chillies und Limetten; Knoblauch hatten wir noch) besiegelt. Dann noch in netter Runde bei Susi ein Bier, um sich dann erschoepft den Muecken zu opfern. Alter Schwede! Ich hab mindestens 20 Stiche. Aber keine Angst, hier ist  kein Malariagebiet, juckt nur! Lenni der Arsch hat keinen!

Wie's jetzt weiter geht ist noch etwas unklar, vielleicht fahren wir heute abend schon los nach Hampi, vielleicht bleiben wir auch noch ein bisschen.
 
Auf jeden Fall geht es uns gut und wir geniessen das Leben!
 
Herzliche Gruesse und DON'T TAJ MAHAL!
FUNDL