Nun leben wir hier also zu viert in unserem wunderschönen Haus. Sana, ich, Chamara und unser Findelkind Ulf. Ulf ist in etwa 6 Monate alt und ein zuckersüßer kleiner Strassenköter, der uns nicht mehr von der Seite weicht. Gestern mussten wir mal zum Tierarzt mit ihm und auch im Tuktuk lässt er sich problemlos mitnehmen. Er ist entwurmt und entlaust und im allgemeinen ein sehr fröhliches kleines Kerlchen.
Unser Zuhause ist ein ganz wunderbarer Ort. Mitten im Grünen umringt von Dschungel. Einigen wäre es sicher etwas zu spartanischen, aber wir fühlen uns wohl. Genau die richtige Mischung aus ranzig und schön. Die Ameisen in der Küche könnten gerne zu den Nachbarn ziehen, und dass es bei stärkerem Regen etwas rein regnet müsste auch nicht unbedingt sein. Aber wir haben eine Menge Platz, eine tolle Terrasse mit Garten und eben uns, das ist schon mehr als genug.
Vor zwei Tagen waren wir bei Chamaras Mutter zum Essen eingeladen. Wie immer haben wir alleine gegessen. Das ist hier so. Die Frauen essen später und meist nicht mit den Gästen zusammen. Das Essen war grandios! Danach haben wir und noch gemeinsam die Hochzeitsfotos der Schwester und die Beerdigungsfotos des Vaters angeschaut. Aber vor allem ist uns aufgefallen, dass bei Chamaras Familie wirklich kein Rupie übrig ist.
Sie wohnen dort zu dritt bzw. viert oder fünft. Chamaras Mutter, seine unverheiratete Schwester, normalerweise Chamara und momentan noch eine der verheirateten Schwestern mit ihrem 2 jährigen Sohn. Insgesamt hat er drei Schwestern von denen eben 2 verheiratet sind. Das Haus hat weder Strom noch Gas noch Telefon oder sonstigen "Luxus". Wasser zieht man sich hinterm Haus am Einer aus dem Brunnen hoch. Der Platz davor dient gleichzeitig auch als Dusche. Das Haus selbst ist ein ziemlich baufälliges Konstrukt mit zwei Zimmern und einer aus Wellblechpappe angebauten "Küche" (mini klein, reicht nur zum kochen), in der über dem Feuer gekocht wird. Es gibt ein Bett. Es steht im kleineren Zimmer, das gleichzeitig auch noch Aufbewahrungsort für die wenigen Küchenutensilien ist.
Das Dach ist so undicht, dass bei jedem Regen alles nass wird und überhaupt ist das Haus in keinem guten Zustand. Allerdings ist die Miete mit 400 Rupies pro Monat für die Familie erschwinglich.
Wir haben uns auf jeden Fall gedacht, dass die Regensituation so nicht hinnehmbar ist und so bin ich gestern mit Chamara los gezogen und wir haben 10 Rollen Dachpappe gekauft, um das Haus zumindest für's nächste Jahr trocken zu halten. Ein perfektes Weihnachtsgeschenk und Sana hat auch was dazu geschmissen :-) . Seine Mutter ist auf jeden Fall überglücklich und sehr dankbar. Das wird uns wahrscheinlich auch noch die ein oder andere Einladung bescheren. Morgen kommt schon der "Onkel", der sich damit auskennt und beginnt damit, das Dach zu fixen. Natürlich gab es auch nicht alle 10 Rollen vorrätig, mit dem nächsten LKW kommt dann der Rest. Aber es ist alles angeleiert und wurde in nur einem Tag organisiert, das ist schon ganz schön beachtlich!
Ich habe jetzt ein paar Tage so vor mich hin gekränkelt und viel geschlafen und herrliche ayurvedische Tees fur die Gesundheit eingeflößt bekommen. Man kauft hier einfach am nächsten Eck ein Tütchen mit Stöcken, Blüten, Erde?!? und anderem undefinierbarem Kraut, kocht das ganze auf und würgt es dann runter. Ich fühle mich heute auf jeden Fall schon besser und ganz davon abgesehen ist es einfach schön, wenn sich um einen gekümmert wird.
Wir kochen sehr viel geilen Scheiss hier. Obst und Gemüse kann hier einfach teilweise so viel mehr als in Europa.
Gestern gab es zum ersten mal Fischzeugs in Form feinster fangfrischer Garnelen im sau scharfen Curry. WTF! Ein absoluter Traum. Dazu gab's gebratene Bohnen und Reis. Insgesamt waren fast drei Knollen Knoblauch und 2 Hände Chillies an einer Portion für drei Personen. Wie gut, dass ich nicht die einzige Knoblauch- und Chillie-Süchtige bin.
Sana ist heute nach Colombo und Chamara ist auch unterwegs. Das heisst Ulf und ich haben den Morgen gemeinsam hier unsere Ruhe und
wir geniessen es in vollen Zügen.
Morgen wollen wir endlich mal ein Familienfoto schießen.
Liebe!
F*
Unser Zuhause ist ein ganz wunderbarer Ort. Mitten im Grünen umringt von Dschungel. Einigen wäre es sicher etwas zu spartanischen, aber wir fühlen uns wohl. Genau die richtige Mischung aus ranzig und schön. Die Ameisen in der Küche könnten gerne zu den Nachbarn ziehen, und dass es bei stärkerem Regen etwas rein regnet müsste auch nicht unbedingt sein. Aber wir haben eine Menge Platz, eine tolle Terrasse mit Garten und eben uns, das ist schon mehr als genug.
Vor zwei Tagen waren wir bei Chamaras Mutter zum Essen eingeladen. Wie immer haben wir alleine gegessen. Das ist hier so. Die Frauen essen später und meist nicht mit den Gästen zusammen. Das Essen war grandios! Danach haben wir und noch gemeinsam die Hochzeitsfotos der Schwester und die Beerdigungsfotos des Vaters angeschaut. Aber vor allem ist uns aufgefallen, dass bei Chamaras Familie wirklich kein Rupie übrig ist.
Sie wohnen dort zu dritt bzw. viert oder fünft. Chamaras Mutter, seine unverheiratete Schwester, normalerweise Chamara und momentan noch eine der verheirateten Schwestern mit ihrem 2 jährigen Sohn. Insgesamt hat er drei Schwestern von denen eben 2 verheiratet sind. Das Haus hat weder Strom noch Gas noch Telefon oder sonstigen "Luxus". Wasser zieht man sich hinterm Haus am Einer aus dem Brunnen hoch. Der Platz davor dient gleichzeitig auch als Dusche. Das Haus selbst ist ein ziemlich baufälliges Konstrukt mit zwei Zimmern und einer aus Wellblechpappe angebauten "Küche" (mini klein, reicht nur zum kochen), in der über dem Feuer gekocht wird. Es gibt ein Bett. Es steht im kleineren Zimmer, das gleichzeitig auch noch Aufbewahrungsort für die wenigen Küchenutensilien ist.
Das Dach ist so undicht, dass bei jedem Regen alles nass wird und überhaupt ist das Haus in keinem guten Zustand. Allerdings ist die Miete mit 400 Rupies pro Monat für die Familie erschwinglich.
Wir haben uns auf jeden Fall gedacht, dass die Regensituation so nicht hinnehmbar ist und so bin ich gestern mit Chamara los gezogen und wir haben 10 Rollen Dachpappe gekauft, um das Haus zumindest für's nächste Jahr trocken zu halten. Ein perfektes Weihnachtsgeschenk und Sana hat auch was dazu geschmissen :-) . Seine Mutter ist auf jeden Fall überglücklich und sehr dankbar. Das wird uns wahrscheinlich auch noch die ein oder andere Einladung bescheren. Morgen kommt schon der "Onkel", der sich damit auskennt und beginnt damit, das Dach zu fixen. Natürlich gab es auch nicht alle 10 Rollen vorrätig, mit dem nächsten LKW kommt dann der Rest. Aber es ist alles angeleiert und wurde in nur einem Tag organisiert, das ist schon ganz schön beachtlich!
Ich habe jetzt ein paar Tage so vor mich hin gekränkelt und viel geschlafen und herrliche ayurvedische Tees fur die Gesundheit eingeflößt bekommen. Man kauft hier einfach am nächsten Eck ein Tütchen mit Stöcken, Blüten, Erde?!? und anderem undefinierbarem Kraut, kocht das ganze auf und würgt es dann runter. Ich fühle mich heute auf jeden Fall schon besser und ganz davon abgesehen ist es einfach schön, wenn sich um einen gekümmert wird.
Wir kochen sehr viel geilen Scheiss hier. Obst und Gemüse kann hier einfach teilweise so viel mehr als in Europa.
Gestern gab es zum ersten mal Fischzeugs in Form feinster fangfrischer Garnelen im sau scharfen Curry. WTF! Ein absoluter Traum. Dazu gab's gebratene Bohnen und Reis. Insgesamt waren fast drei Knollen Knoblauch und 2 Hände Chillies an einer Portion für drei Personen. Wie gut, dass ich nicht die einzige Knoblauch- und Chillie-Süchtige bin.
Sana ist heute nach Colombo und Chamara ist auch unterwegs. Das heisst Ulf und ich haben den Morgen gemeinsam hier unsere Ruhe und
wir geniessen es in vollen Zügen.
Morgen wollen wir endlich mal ein Familienfoto schießen.
Liebe!
F*
Fotos wollen mit der scheiss APP einfach nicht veröffentlicht werden. Ich arbeite dran...
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