Arugam bay.
Offseason.
Alles ist grün, überall Wasser. Und wo Wasser ist, sind auch Krokodile. Und Vögel. Und Schildkröten, Elefanten, Affen, Büffelherden und Schmetterlinge. Die braunen Steppen vom letzten Jahr sind weite Lagunen mit Seerosen und Schilf. Oder Reisfelder, die jetzt kurz vor der Ernte stehen.
Es ist ruhiger, nur das Meer ist wild. Der Strand ist schmuddelig von den stürmischen Wogen, die den Müll etwas verteilen. Wird wohl erst in ein paar Wochen wieder gesäubert.
Wir haben ein wunderbares Zimmer im gleichen Bungalowkomplex wie vorher und fühlen uns ein Bisschen wie zu Hause. Die hiesigen Strandhunde haben uns auch wiedererkannt und sich vor allem über Chamara, der sie doch auch öfters gefüttert hat, sehr gefreut. Ausser uns ist keiner hier und wir haben das Zimmer auch nur bekommen, weil Chamara mit dem neuen Vermieter gut kann. Heisst also, wir haben das ganze Ding für uns und geniessen es, morgens auf unserer Terrasse frisches Obst und Gemüse zu frühstücken. Nur Kaffee könnte es geben, ansonsten alles perfekt.
Der Weg von Kataragama führte am Rande des Yala National Parks entlang, was uns zu ein paar sehr speziellen Erlebnissen verholfen hat. Morgens direkt eine Herde wilder Rehe, ein Fuchs, der uns ganz frech angegrinst hat, Wildschweine mit Frischlingen und die Krönung: zwei Elefanten, die die rechte Fahrbahnseite wohl als angenehmen Ort empfanden, um sich selbst im Schatten einiger Palmen mit Ästen kühle Luft zuzufechern. Ganz langsam sind wir an ihnen vorbei gefahren und wenn ich die Hand ausgestreckt hätte, dann hätte ich sie berührt. Das hat mich wiederum berührt.
Obiges hatte ich vorgestern schon geschrieben.
Heute sind zwei Zimmer zusätzlich belegt worden und Chamara und ich haben in der Früh mal ein Bisschen aufgeräumt und Müll weg gesammelt. Jetzt sieht es zumindest an "unserem" Strandabschnitt wieder hübsch aus und die Bar ist auch schick und gut in Schuss. Chamara ist total aufgegangen darin, endlich mal wieder zu "arbeiten" und ich hoffe, er bekommt diese Saison wieder einen Job hier. Das wird sich allerdings erst in einer Weile klären. Dann bin ich schon weg.
Morgen früh fahren wir zurück nach Hikkaduwa, um noch ein paar Tage dort zu haben und nicht sofort wieder aufbrechen zu müssen. Na ja, geht dann trotzdem immer schnell.
Uns geht es auf jeden Fall sehr gut, trotz der ganzen Emotionen, die sich so langsam einschleichen, wenn die Gewissheit immer größer wird, dass die drei Monate jetzt wirklich um sind. Verrückt, wie relativ die Zeit doch ist.
<3, F*
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