Nach einem wunderbar kulturellen Tag, mit Besuch im Martin Wikramasinghemuseum (wichtigster singhalesischer Schriftsteller), wo sein Leben beschrieben wird und die Singhalesische Kultur und Folklore ausgestellt sind, waren wir auf dem Heimweg und sind durch Galle gefahren.
Am Stadtstrand waren einige Fischer damit beschäftigt ein riesiges Netz an zwei Seilen aus dem Wasser zu ziehen. Ich schätze mal, es waren so um die 12 Männer.
Wir halten also an und Chamara, der ja aus einer Fischerfamilie stammt, springt vom Scooter und sagt freudestrahlend: "Help want!" und läuft los, um zu helfen. Helm aus, Schlapfen aus, Shirt aus, angepackt. Nach und nach kommen immer mehr Leute dazu, Einheimische, Touristen, sogar ein paar Frauen. Es scheint wohl auch eine häufigere Angelegenheit zu sein, so viele Touris da angefahren wurden.
Singend und rufend ziehen sie da am Seil die Fischer und lachen und scherzen und wirken im Grunde alle so, als hätten sie schon Spass an dem, was sie da machen.
Einige Touris halfen nur für das schnelle Foto mit, andere bis zum bitteren Ende. Ich glaube, wir waren etwa eine Stunde dort und ich habe zugesehen, wie schwer diese Arbeit ist, und wie viele Leute da mithelfen, und eben auch davon leben wollen, was am Ende im Netz ist.
12 Männer an den Seilen, 4 schwimmend im Wasser entlang der Ränder des Netzes und 2 auf einem Boot, das ganz weit draussen das Ende des Netzes markiert und die mit Armbewegungen den Männern am Strand signalisieren, welche Seite nun mehr oder weniger stark rausgezogen werden soll.
Tragisch war bei unserem Erlebnis, dass da am Ende nur sehr wenig Fisch im Netz war. Somit war die vorher so freudige Stimmung danach etwas getrübt.
Aber morgen ist ja auch noch ein Tag, hoffentlich mit mehr Fisch...
Saturday, 30 January 2016
Die Fischer
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