Nach einem Monat guter Laune folgen also auch mal ein paar Tage nachdenklicher Stille.
Neben Verständigungsproblemen, Sprachbarrieren und emotionalen Ausbrüchen halten wir aber alle unsere Ohren steif. Sana, Lena und Peter machen sich bereit auf's Festival zu fahren und ich freue mich auf zwei geruhsame Wochen mit Chamara.
Details gibt es hierzu keine, nur so viel, dass es eben auch mal knallt, wenn man so lange und zu so Vielen zusammen ist und auch noch kulturelle Barrieren zwischen sich hat.
Hatte ich nicht vorher noch geschrieben, wie erstaunlich gut alles klappt? Typisch...
Ich denke momentan viel nach, über Zuhause, das Leben und das was morgen kommt, das was gestern war und vielleicht ein kleines Bisschen auch über Übermorgen. Aber das nur so bedingt.
Ich merke, dass ich wieder reif bin für ein wenig Stille. Wie gut, dass die jetzt kommt.
Mit Chamara habe ich wieder eine Scootertour gemacht und wir sind fast 200 km durch die Berge gefahren. Gefroren haben wir, nassgeregnet wurden wir und wunderschöne Landschaften haben wir gesehen. Davon kann ich fast nicht genug bekommen von diesen Ausblicken, den Gerüchen, dem Grün.
Das Highlight waren diesmal zwei tanzende Pfauenmänner, die uns ihr prachtvolles Rad geschlagen haben. Inmitten einer Teeplantage sind sie da entlang stolziert, diese bildhübschen Vögel.
Das erste Drittel meiner Zeit hier ist nun schon vorbei und irgendwie erlebe ich das alles als eine Art Wendepunkt. Ab jetzt wird es anders. Wie und warum, das weiss ich noch nicht, aber ich hab da so was im Gefühl.
Ich bin nach wie vor unglaublich dankbar dafür, das alles erleben zu dürfen und aber eben gerade auch sehr froh darüber, zu wissen, wer da daheim und überall sonst auf der Welt so auf mich wartet und an mich denkt.
Mir geht es auf jeden Fall gut und ich bin auch zuversichtlich, dass die Denkphase bald wieder um ist. Zu viel Gedenke hat mir noch nie gut getan und steht mir auch einfach nicht. Fühlen will ich und leben, und das tue ich ja zum Glück auch!
Liebe!
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